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Astrologische Symbolaufstellung - Ilka Plassmeier aus Detmold

Existenzangst und Höhenangst

Nun war also der Termin vereinbart und ich wollte mir meine Existenzangst anschauen. Denn vom Kopf her war sie unbegründet, aber vom Bauchgefühl her eben sehr präsent. Wir stiegen über das Gefühl ein, wenn die Angst kommt. Das Gefühl war wie ein tiefes Fallen.

baumfaellerMeine Angst wurde prompt bestätigt. Denn ich fand mich in einem früheren Leben als Holzbauer / Holzfäller in Schweden ca. vor 500 Jahren wieder, der beim Baumfällen über 50 Meter tief fiel und auf einem Klippenvorsprung aufschlug. (Bisher dachte ich immer, dass meine Höhenangst auf einem Erlebnis mit 6 Jahren in einer Skigondel basierte - aber das war nur ein Auslöser, da meine Seele schon als Kind wußte, was passieren könnte).

Da lag ich nun, der Körper zerschmettert und querschnittsgelähmt. Meine Helfer konnten mich bergen. Ich starb nicht - aber dies war auch fast schlimmer. Nun war ich also auf fremde Hilfe angewiesen - völlig.
Jetzt wußte ich was ich wirklich fürchtet - hilflos zu sein.

Doch was hatte dazu geführt? Wie hatte ich mein damaliges Leben geführt, dass so etwas passieren musste? -  Also gingen wir weiter zurück in der Zeit. Ich war ein junger Mann, der sich für eine junge Frau interessierte. Ich wollte ihr den "Hof" machen. Doch meine Oma kam mir zuvor. Sie verkündete auf einem großen Fest, dass die Ehe zwischen mir und dieser Frau arrangiert sei (sehr üblich zu der Zeit). Obwohl ich Gefühle für diese Frau hatte, fand ich es eine bodenlose Frechheit von meiner Oma (die ja wirklich gute Augen und ein gutes Gespür für mich hatte) mich ungefragt zu verheiraten. Nun wollte ich diese Frau nicht mehr. Und vor allem wollte ich nicht, dass meine Oma Recht behielt mit ihrer Entscheidung. Also zögerte ich die Hochzeit raus. Vorwände gab es genug, denn ich war ein guter Holzfäller und es gab viel zu tun. Und ausliefern musste ich das Holz ja auch.
Doch natürlich fand die Hochzeit irgendwann statt. Noch immer wollte ich mich nicht auf Gefühle für meine Frau einlassen. Ich ignorierte sie wo ich konnte (was ihr sehr weh tat) und meine Oma nur wütend machte.

Ich war schon ein ganz schöner Sturkopf, bockig und trotzig. Und so führte eins zum anderen. Niemand durfte mir etwas sagen - dann machte ich es erst recht. Genauso an dem Tag als der Unfall passierte. Meine Holzfällerkollegen warnten mich, dass das Wetter es nicht zuläßt, in den Baum zu klettern. Ich hörte nicht.

Mein innerer Boykotteur war verantwortlich für meine Lebensführung. Ich hatte mir selbst viel versagt. Anstatt meine Oma zu strafen, tat ich meiner Frau weh und strafte mich selbst.

Auch im heutigen Leben war ich lange Zeit bockig. Den Ausspruch "und jetzt erst recht" kenne ich noch gut. Ratschläge und Vorschläge habe ich immer sehr skeptisch beäugt. Ich habe selten auf jemanden gehört. Bis zu dieser Rückführung wiederholte ich mein damaliges Leben.

Mit der Erkenntnis, dass nicht jeder mir etwas böses will und man es gut mit mir meint, schaute ich mir die Alternative an. Dankbarkeit und Demut waren der Oma gegenüber angebracht, für ihre gute Beobachtungsgabe und weise Entscheidung. Sie hat genau darauf geschaut, wen ich mag :-)
Dann wäre mein Leben ganz anders verlaufen.

Nach dem Rückführungstermin war nicht nur die Existenzangst, sondern auch meine Höhenangst wie weggeblasen. Heute kann ich auf guten Rat hören und bin wesentlich flexibler in meinen Entscheidungen.

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