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Astrologische Symbolaufstellung - Ilka Plassmeier aus Detmold

Sehen oder Nicht-Sehen

Was sehe ich in einer Rückführung in ein früheres Leben?
Was passiert, wenn der Rückführungsleiter die Bilder für mich sieht?
Wann ist eine Rückführung richtig bearbeitet?

Vor einigen Jahren habe ich schon diverse energetische Rückführungen über Entspannungstechniken erleben dürfen. Aber ich sah niemals Bilder. Die Therapeutin leitete mich über eine Wiese zu einem Bach. Ich sollte mir vorstellen, wie ich über eine Brücke gehe und dann an mir runterschauen, welche Kleidung ich an hätte. Kaum war ich am Ende der Brücke gelandet, konnte ich mir nichts mehr vorstellen. Alles war schwarz. Nichts ging weiter. (Heute weiß ich, dass das eine Therapieblockade war, die seinen Grund hatte.)

Und so erzählte mir die Leiterin von meinen früheren Leben. Vieles war sehr stimmig und half mir weiter. Aber einige Leben passten irgendwie nicht und mein Unterbewußtsein schaltete so stark ab, dass ich doch glatt tief einschlief während der Sitzung. Äußerst unbefriedigend für meine Neugierde, vor allem, weil sie mir hinterher nicht berichtete, was sie gesehen hatte. Da diese Therapeutin die Fragetechnik und den konkreten Zusammenhang zum heutigen Leben nicht kannte, verließ sie sich ganz auf das, was sie sah. Da vermischte sich dann natürlich einiges - von vorherigen Klienten und vielleicht auch von ihrem persönlichen Erleben.  Aber wie gesagt: Damals war es gut und richtig für mich. Alles hat eben immer seinen Grund.

Als ich mich dann erstmals über die nicht-suggestive Fragetechnik rückführen ließ, sagte ich der Therapeutin schon gleich vorher: "Das hat noch nie geklappt. Ich sehe nix." - Da hatte ich mich aber gründlich geirrt. Sofort als die bestimmte und sehr fordernde Frage kam: "Wo sind Sie?" konnte ich genau sagen, wo ich war.
Bei mir sieht die Rückführung nicht wie ein Film aus, auch nicht wie einzelen Bilder. Bei mir sind es so eine Art Bleistiftskizzen, die sich langsam ausschraffieren je mehr gefragt wird. Und ich konnte/kann tatsächlich jede Frage beantworten.

Manchmal möchte man sich selbst etwas nicht eingestehen, man versucht sich selbst auszutricksen. Gerade dann wenn es vielleicht um Verfehlungen oder beschämenden Taten geht. Hier ist der Rückführungsleiter gefragt. Da er/sie die Szenen von außen betrachtet und emotional nicht im Geschehen eingebunden ist, merkt er/sie sofort, wenn etwas nicht stimmt oder passt - gerade auch im Hinblick auf das heutige Problem. Auch ich habe das in der ein oder anderen Sitzung versucht, ohne das es mir wirklich bewußt war. Wenn der Therapeut hier nicht aufpasst, können sich Muster verschieben und heftig weiterarbeiten. Der Therapeut muss den roten Faden behalten.

Bei den energetischen Rückführungen ist mir das "Verschieben" auch mal passiert. 2003 erzählte mir meine damalige Therapeutin eines meiner Leben - es hörte sich stimmig an. Nur leider löste sich das Problem über Jahre nicht. Denn das, was sie mir erzählte war total verschoben und nicht passig für die Situation. (Achtung: Unbewußt wollte ich das Problem noch gar nicht loslassen :-)) Inzwischen konnte ich über die Fragetechniken dieses Leben aufarbeiten lassen - jetzt passte es. Das erzählte Leben war ein Opferleben, also ein Leben, in dem ich mich als das arme Opfer empfand und ich nichts für die Situation konnte. Bei der Aufarbeitung stellte sich aber heraus, dass es ein Täterleben war. Ich wollte nur nicht hinsehen, weil ich mich ja nicht als eiskalt berechnend erleben wollte. Und siehe da: Das Problem löste sich endlich auf.

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